September 29 + 30, 2020
Stuttgart, Germany

[DE] Pressemitteilung Juli 2019

Stuttgart, Deutschland, July 5, 2019

Volkswirtschaften setzen immer stärker auf Wasserstoff

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Wasserstoff und Brennstoffzellen gelten als klimafreundliche und flexible Energietechnologien der Zukunft. Derzeit werden sie immer wichtiger: Das farblose Gas kann Ökostromüberschüsse aufnehmen und als kohlenstoffdioxidarmer und schadstofffreier Energieträger sektorenübergreifend etwa von Brennstoffzellenautos genutzt werden. Die EU, aber auch Länder wie China und Japan arbeiten mit Hochdruck am Ausbau der Infrastruktur und fördern die Nutzung von Wasserstoff. Auf der internationalen Branchenveranstaltung f-cell am 10. und 11. September 2019 in Stuttgart tauschen sich Vertreter aus Forschung und Industrie über die aktuellen Entwicklungen, Märkte und politische Ziele rund um Wasserstoff aus. Der f-cell award prämiert in diesem Jahr Neuheiten in den Bereichen Research & Development und Products & Markets der Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche, sowie innovative Kooperationsprojekte zwischen Baden-Württemberg und Frankreich. Einreichungsschluss ist der 27. Juli 2019: https://f-cell.de/award/.

Bis 2050 will die Europäische Union den Ausstoß von Treibhausgasen um 95 Prozent senken. In Deutschland soll der Verkehr bis dahin praktisch keine Schadstoffe mehr ausstoßen. Bisher galt die Elektromobilität als Lösung für saubere Luft in den Städten. Mittlerweile ist aber auch die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie aus dem Schatten der bekannten Energieträger herausgetreten. Wasserstoff als Speicherlösung für überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien und als Treibstoff im Verkehr ist kein Zukunftsszenario mehr. Dies hat auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung erkannt. Ministerin Anja Karliczek sieht in Wasserstoff ein riesiges CO2-Vermeidungspotential. Ihr Ministerium wird in den nächsten drei Jahren 180 Millionen Euro für Projekte in der Wasserstoffforschung bereitstellen.

China hat große Pläne und legt vor

Länder wie China und Japan sind dagegen einige Schritte weiter. Schon heute wird geschätzt, dass bis zum Jahr 2050 zehn Prozent des chinesischen Energiesystems mit Wasserstoff bedient und sich die jährliche Produktion von Wasserstoff- und Brennstoffzellenfahrzeugen auf 5,2 Millionen belaufen wird. Diese sollen dann im ganzen Land an 10.000 Wasserstofftankstellen befüllt werden können. Unrealistisch erscheint dies nicht, wenn man bedenkt, dass bereits heute der Anteil reiner Elektrofahrzeuge an Neuzulassungen in China bei 75 Prozent liegt. Erreicht werden sollen diese Ziele nicht zuletzt durch umfangreiche Förderprogramme der Regierung in Peking.

Insgesamt wird sich China zukünftig auf klimafreundlichere Energiequellen und -träger konzentrieren müssen. Die wachsende Wirtschaft und Bevölkerung will mit ausreichend Strom und Wärme versorgt werden. Gleichzeitig gilt es die hohen Treibhausemissionen und die schlechte Luftqualität in Großstädten zu reduzieren. Damit zukünftige Maßnahmen rund um Wasserstoff koordiniert ablaufen, hat der Staat 2018 die „National Alliance of Hydrogen and Fuel Cell (China Hydrogen)“ ins Leben gerufen.

Chinesische Delegation auf der f-cell

Eine 10-köpfige Delegation aus China wird die diesjährige f-cell in Stuttgart besuchen und sich mit Ausstellern und Teilnehmern austauschen. Ein Workshop mit dem Titel „Doing Business in China“ vermittelt Tipps und Tricks für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen. Und die aktuellen Entwicklungen auf dem chinesischen Markt werden am 10. September ab 9.30 Uhr im Rahmen einer Keynote von Dr. David Hart, Direktor von E4tech und Gastprofessor am Londoner Imperial College sowie Vorsitzender des Lenkungsausschusses des Grove Fuel Cell Symposiums, vorgestellt.

Japan sieht in Wasserstoff großen Wirtschaftsfaktor

Ähnliche und nicht weniger ambitionierte Ziele verfolgt Japan: Ministerpräsident Shinzo Abe hat im Vorfeld des G20-Gipfels in Osaka Werbung für die Wasserstoffstrategie seines Landes gemacht. Der pazifische Inselstaat beabsichtigt, möglichst schnell eine weltweite Nachfrage und Lieferkette an Wasserstoff aufzubauen. Darüber hinaus sollen im Jahr 2030 mindestens 800.000 Brennstoffzellenautos klimafreundlich auf Japans Straßen rollen.

Welche Chancen und Möglichkeiten sich für Erzeugung, Speicherung, Umwandlung und Verteilung dadurch ergeben, wird auf einer Keynote von Kazuyoshi Honda, Tokyo Gas, am 11. September ab 9 Uhr erläutert.

f-cell award für internationale Projekte

Der vom baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz und Energie sowie der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart geförderte f-cell award zeichnet dieses Jahr wieder Neuheiten in den Bereichen Research & Development und Products & Markets der Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche aus. Zum ersten Mal werden diesmal auch in einer separaten Kategorie innovative Kooperationsprojekte und Konzeptideen zwischen Baden-Württemberg und Frankreich ausgezeichnet. Einreichungsschluss für den f-cell award ist der 27. Juli 2019: https://f-cell.de/award/.

Die Preise werden im Rahmen der f-cell Abendveranstaltung am 10. September durch den baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller MdL verliehen.

Die f-cell auf Social Media

Aktuelle Informationen rund um die f-cell, die Aussteller, das Programm und die Referenten werden auf LinkedIn https://www.linkedin.com/company/f-cell/ und Twitter https://twitter.com/fcell_Germany veröffentlicht. Der offizielle Hashtag der Veranstaltung lautet #fcell19.

Über die f-cell

2001 gegründet, zählt die f-cell zu den ältesten internationalen Fachveranstaltung der Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche und ist einer der wichtigsten weltweit. Sie bietet einen umfassenden Überblick über relevante internationale Märkte und technologische Fortschritte. Hier knüpfen Besucher Kontakte und treffen Entscheider. Das interaktive Format bietet eine ideale Plattform für Experten und Neulinge, um nachhaltige Geschäftsbeziehungen zu knüpfen, zu diskutieren und aufzubauen. Der f-cell award zeichnet innovative Wasserstoff- und Brennstoffzellenprojekte und -technologien aus und wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg unterstützt. Die f-cell besteht aus einer Konferenz, interaktiven Workshops, einer Abendveranstaltung mit Awardverleihung sowie einer internationalen Fachmesse und findet am 10. und 11. September 2019 in Stuttgart statt.

 

Pressekontakt
Sandra Bilz
Projektleiterin f-cell
Peter Sauber Agentur
Wankelstraße 1
70563 Stuttgart
Tel. +49 711 656960-5704
sandra.bilz@messe-sauber.de

Philippe Ruß
PR Berater
PR-Agentur Solar Consulting GmbH
Emmy-Noether-Straße 2
79110 Freiburg
Tel. +49 761 38 09 68-21
russ@solar-consulting.de

Neuheiten, Forschung, Networking: Das ist die f-cell in Stuttgart

Foto: Peter Sauber Agentur, Angelika Emmerling